19. Mitgliederversammlung des Fördervereins

Von unseren derzeit 112 Vereinsmitgliedern folgten 32 der an alle Mitglieder verschickten Einladung. Damit war die Versammlung beschlussfähig. Mit Beifall begrüßten die Mitglieder den Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums, Dr. Volker Rodekamp, die Leiterin des Amtes für Sport der Stadt Leipzig, Kerstin Kirmes, und den Geschäftsführer der Fraktion
DIE LINKE im Stadtrat zu Leipzig, Rüdiger Ulrich, die als Gäste teilnahmen.

Bevor die neue Vereinssatzung behandelt bzw. diskutiert wurde, legte der Vorstand Rechenschaft über die im Jahre 2009 geleistete Arbeit. Der Vorsitzende Peter Kaminski verlor sich dabei nicht in zu vielen Details und richtete den Fokus erfreulicherweise auf die bevorstehenden umfangreichen Aufgaben unseres Vereins. Gedankt wurde den Spendern, ohne die der Verein nicht arbeitsfähig wäre, gedankt wurde auch den vielen Helfern und Unterstützern, durch die eine stärkere Präsenz des Vereines bei Sportveranstaltungen erreicht werden konnte. Doch es geht nicht vordergründig nur um Präsenz sondern um die Errichtung eines Sportmuseums im Restbau des ehemaligen Schwimmstadions. Dafür müssen wir noch deutlicher unsere Stimme erheben, um auch in Dresden bei der Staatsregierung gehört und wahr genommen zu werden.

Dieser Aspekt spielte auch im Grußwort von Dr. Rodekamp eine wesentliche Rolle. Die Stadt ist ein Stück vom ehemaligen Vorhaben, die Dreifelderhalle für die Sport-Mittelschule mit den Sportmuseum zu verbinden, abgerückt und bevorzugt jetzt den Hallenbau als Solitär, der auch gebaut werden könnte, ohne die Nordtribüne zu sanieren. Das hegt natürlich Zweifel an der Seriosität der in der Vergangenheit getroffenen städtischen Zusagen unter der Mitgliedschaft. Auch hier geht es um Wahrnehmung, hob Dr. Rodekamp hervor, um Wahrnehmung des Vereins und des Willens der Mitglieder in der Öffentlichkeit. Wir müssen verhindern, dass das künftige Sportmuseum nicht in die 2. oder 3. Liga der städtischen Entscheidungen absteigt.

Im Bericht des Schatzmeisters nannte Jörg Krusche dann konkrete Zahlen über die Einnahmen und Ausgaben des Vereins, die derzeit ausgeglichen sind. Die Kassenprüfer schlugen der Mitgliederversammlung vor, dem Vorstand Entlastung zu erteilen. Problematisch gestaltet sich, das kam in der Diskussion zum Ausdruck, die derzeitige Einnahmesituation. Hier will sich der Vorstand verstärkt dafür einsetzen, dass diese Situation verbessert wird. Gespräche mit potentiellen Sponsoren laufen derzeit, Entscheidungen oder gar Zusagen bzw. Zuwendungen benötigen ihre Zeit. Mit großem Interesse wurde der Vorschlag von Dr. Petra Tzschoppe aufgenommen, den Kontakt mit der Staatsregierung recht schnell aufzunehmen, denn ein kürzlich dort initiierter und stattgefundener Workshop mit Vereinen, die sich der Pflege geschichtlicher Traditionen verschrieben haben, könnte die Wahrnehmung unseres Vereins jetzt verstärken.

Zum Entwurf unserer Vereinssatzung wurden von den Mitgliedern neun Anträge gestellt, in der Mitgliederversammlung begründet und zur Abstimmung gebracht. Vier Änderungen wurden beschlossen, fünf verworfen. Dabei war die Diskussion sachlich aber teilweise auch kontrovers und nicht frei von Emotionen. Was bei einigen Mitgliedern nicht gut ankam war eine zum Teil überhebliche Haltung der Sitzungsleitung gegenüber Mitgliedermeinungen zur Satzung und zuvor auch schon in der Diskussion zu den Berichten, was künftig im Interesse der Vereinsarbeit ausbleiben sollte.
Schließlich stimmten 26. der an der Abstimmung teilgenommenen Mitglieder für die überarbeitete Vereinssatzung bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung. Die Satzung werden wir nach abgeschlossener Redaktion auf unserer Website veröffentlichen und auch zum Download bereit stellen, damit jedes Mitglied in den Besitz eines neuen Satzungsexemplars gelangt.

Im Schlusswort dankte der Vereinsvorsitzende für die gute Mitarbeit und forderte die Mitgliedschaft auf, Ideen für das 2011 zu begehende 20jährige Vereinsjubiläum zu entwickeln, damit dieses würdig begangen werden kann.

Hans-Jürgen Berg