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Stadtteil:
Plagwitz
Standort:
Nonnenstraße an der Elster
Areal:
ca. 1.500 m²
Grund
und Boden:
Dr. Carl Heine
Erbaut:
1884-1885
Eröffnung
bzw. Bootshausweihe:
14. Mai 1885
Bauausführung:
Maurermeister Steyer und
Zimmermeister Pfefferkorn
Kostenaufwand:
unbekannt
Größe
der Bootshalle:
14,75 m x 6,00 m = 88,50 m²,
Höhe 4,80 m
Größe
des Turmes:
4,00 m x 4,00 m = 16,00 m²,
Höhe 13,80 m
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Nun
benötigte man unbedingt eine Unterkunft für die Boote.
Gustav Hennigke, der damalige 1. Vorsitzende des Vereins,
stellte am 5. September 1884 an die königliche
Amtshauptmannschaft Leipzig das dringende Gesuch, ein
Bootshaus für die Unterbringung der Sportgeräte zu
bauen. Schließlich sollten die Boote im Winter nicht
unter freiem Himmel lagern. Das dafür angedachte Areal
gehörte Dr. Carl Heine. Bekannt als Pionier der
Industrialisierung des Leipziger Westens –z. B.
engagierte er sich sehr für die Entstehung eines
leistungsfähigen sächsischen Eisenbahnsystems – und
als großer Gönner dieser Sportart, unterstützte er die
Bemühungen von Gustav Hennigke nach besten Kräften. Für
die Boote sollte der Schuppen „aus einem großen, hohlen
von massiven Umfassungswänden, aus Backsteinen
hergestellten Raume“ bestehen. Tiefer als die
Einfriedungsmauer sollte das Holzzementdach liegen und von
der Straße aus nicht sichtbar sein. Ein kleiner
Backsteinturm sollte als Zierde dienen und vom Innern des
Raumes aus für die Bootsfahrer durch eine Leiter zugängig
gemacht werden. Weiterhin geplant war ein 18 m hoher
Fahnenmast, rechts und links an den Zinnen des Turmes
verankert, an dem die Vereinsfahne wehen sollte.
Die
Baugenehmigung bekam der Ruderverein dann auch am 26.
September 1884. Endlich konnten die kühnen Ideen in die
Tat umgesetzt werden. Am 14. Mai 1885 fand die feierliche
Weihe des ersten massiven, bugartigen Bootshauses am
Eingang des Elster-Saale-Kanals, dem heutigen
Karl-Heine-Kanal, statt. Die Kosten für das Bootshaus übernahm
Dr. Carl Heine. Leider gibt es dazu in den Bauakten keine
Informationen.
Ehrensache
war es für den „Sturmvogel“, an der ersten großen
Leipziger Regatta am 6. Juli 1884 auf der Elster zwischen
Plagwitz und Schleußig teilzunehmen. Auf einer Strecke
von 2.300 m mit Drehpunkt kämpften fünf Rudervereine um
Lorbeeren. Die Rennen wurden in schweren Tourengigs
gefahren. Am Bug hing die Vereinsflagge, sie sollte den
Zuschauern Auskunft über die teilnehmenden Vereine geben.
Als Kuriosum sei erwähnt, dass der RV „Sturmvogel“
das gemeldete Gig-Zweier-Rennen in einem Gig-Vierer
gewann. Er besaß keinen Zweier ...
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