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Liebe
Vereinsmitglieder,
sehr geehrte Freunde
des Leipziger Sportmuseums,
nach
einer längeren Publikationspause wende ich mich mit einer neuen Ausgabe unseres
Mitteilungsblattes wieder an all jene, denen das Kulturgut Sport am Herzen
liegt. In den Monaten, die seit Erscheinen des letzten Heftes von „Sportmuseum
aktuell“ vergangen sind, war unser Verein in vielerlei Weise, vor allem aber
auf dem Gebiet der Öffentlichkeitsarbeit, aktiv. Dazu gehörten und gehören u.
a. die unterschiedlichsten Bemühungen um den Verkauf des ersten Bandes unserer
Schriftenreihe „Historische Sportstätten in Leipzig“, des Buchs „Leipzig
geht baden. Vom Pleißestrand zum Neuseenland“. Obwohl sich unser Verein nicht wie geplant an die
Schwimmsportvereine der Stadt und der Umgebung gewandt hatte, war die |
Publikation schon nach relativ kurzer Zeit im
Buchhandel vergriffen. Nur für unsere
Vereinsmitglieder besteht noch die Möglichkeit des vereinzelten Nachkaufs. Da
die hohen Herstellungskosten trotz des guten Buchabsatzes nicht gedeckt werden
konnten, ist zur Zeit an eine Nachauflage, die uns finanziell erneut belasten
würde, nicht zu denken. In diesem Zusammenhang muss auch noch einmal erwähnt
werden, dass die redaktionelle Bearbeitung der Manuskripte in der Schlussphase
der Buchproduktion ausschließlich durch Vereinsmitglieder auf ehrenamtlicher
Basis erfolgte ...
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Am
12. März 2005 haben wir unsere Jahreshauptversammlung durchgeführt, die
satzungsgemäß zugleich mit der Wahl des Vereinsvorstandes verbunden war. Im
Gegensatz zu den zurückliegenden Jahren wurde wegen Bauarbeiten nicht im
Goetzhaus, sondern im Joseph Pub getagt. Mit dem Bericht des Vorstandes konnte
ich eine sehr positive Bilanz unseres Vereins vortragen. Meine
Vorstandsmitglieder Wolfgang Metz, Ursula Gundlach und Wilfried Behlert sowie
Franz-Josef Hauer und Karin Stöbe wurden in ihrer Leitungsarbeit wirkungsvoll
durch die Vereinsmitglieder unterstützt. Dafür möchte ich allen ein
herzliches Dankeschön aussprechen. Hervorheben möchte ich darüber hinaus die
sehr effektive Arbeit unseres Geschäftsführers Werner Fritz und das
konstruktive Miteinander mit der Leiterin des Sportmuseums Dr. Gerlinde Rohr.
Zugleich gilt mein Dank den Freunden des Museums, die durch ihre aktive
Unterstützung der Vereinsarbeit oder durch Geldspenden zum Gelingen unserer
Vorhaben beigetragen haben. Die Rechenschaftslegung über die zwei
zurückliegenden Jahre und die lebhafte Diskussion, die dem Bericht des
Vorstandes folgte (siehe dazu auch den Beitrag von Dr. Karl-Heinz Krämer auf
den nachfolgenden Seiten), wurde mit der Neuwahl des Vorstandes abgeschlossen.
Sie erfolgte mit großer Einmütigkeit für die vorgeschlagenen Kandidaten.
Die erstmals in den Vorstand gewählten Mitglieder Jörg Krusche und Guido
Schöneboom – Karin Stöbe konnte sich aus beruflichen Gründen einer
Wiederwahl nicht mehr stellen – werden uns neue Möglichkeiten eröffnen, die
Vorstandsarbeit weiter zu verbessern.
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Im vorliegenden Heft wenden wir uns einer Problematik zu, die ein
unverzichtbarer Bestandteil der Entwicklung des Sports in den vergangenen
Jahrzehnten war und auch heute noch einen hohen Stellenwert besitzt: die
sportwissenschaftlichen Mess- und Trainingsgeräte. Zwar gehört dieser Bereich
zu den kleinsten Sammlungen des Leipziger Sportmuseums, deren Objekte obendrein
noch nicht vollständig dokumentiert wurden, dennoch wird aus den Beiträgen
dieser Ausgabe von „Sportmuseum aktuell“ deutlich, welchen Schatz der
Museumsfundus birgt. Der Beitrag zur Chrono-Zyklo-Fotografie vom Vereinsmitglied
Prof. Dr. Gerhard Hochmuth, dem Nestor der Biomechanik in Deutschland, verweist
auf ein universelles Aufnahmeverfahren, mit dem mehrere Phasen eines
Bewegungsablaufes auf einem Bild erfasst werden können. Wie eindrucksvoll das
sein kann, beweist allein schon unser Titelbild. Prof. Dr. Heinrich Gundlach, im
FKS langjährig verantwortlich für die Forschung im Bereich der
Schnellkraftsportarten, berichtet in seinem Beitrag über Messgeräte für die
Sprintforschung, die von ihm entwickelt wurden und nun zum Sammlungsbestand des
Museums gehören. Ein weiterer Artikel von Dr. Michael Bastian, Projektleiter
Boxen im IAT, widmet sich einem Box-Roboter sowie einer Boxpunktmaschine, die im
Zuge von Fehlentscheidungen bei den olympischen Boxwettkämpfen in Seoul 1988 am
Leipziger Forschungsinstitut Körperkultur und Sport entwickelt wurde, um die
Kampfrichterleistungen objektivieren zu können. Den interessanten Exkurs zu den
sportwissenschaftlichen Mess- und Trainingsgeräten, die in der Sportpraxis oft
den berühmten „Punkt aufs I“ ausmachen, werden wir in späteren Heften
unserer Zeitschrift fortsetzen. Mit dieser Ankündigung verknüpfe ich zugleich
den Aufruf an Wissenschaftler, Trainer und Sportler, die sportwissenschaftlichen
Sachzeugen aus Vergangenheit und Gegenwart als Kulturgut zu betrachten und für
spätere Generationen zu bewahren – in den Sammlungen des Sportmuseums
Leipzig.
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Zum
Abschluss ein weiterer Gedanke, der für uns von großer Bedeutung ist: Vom
Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, Dr. Volker Rodekamp, wurde
auf der Mitgliederversammlung ein Sachverhalt angesprochen, der mittlerweile
auch Thema der Tagespresse war: Die Stadtverwaltung Leipzig strebt an, das vom
Verfall bedrohte Kassengebäude des ehemaligen Schwimmstadions u. a. mit
Partner- und Sponsorenhilfe auszubauen und zu einem neuen Zuhause für das
Leipziger Sportmuseum herzurichten. Auch wenn bis dahin noch etliche Hürden zu
nehmen sind, werden wir uns als Förderverein mit aller Kraft dafür einsetzen,
dass aus diesen Überlegungen Wirklichkeit wird. Es muss und wird uns gelingen,
für das weit über die Grenzen Sachsens hinaus bekannte und angesehene
Sportmuseum ein Domizil in der Sportstadt zu finden, das seiner eigentlichen
Bestimmung gerecht wird.
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In diesem Sinne verbleibe ich in alter Verbundenheit als
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Ihr
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Dr. Manfred Merkel
1. Vorsitzender des Fördervereins
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