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für
den Sport, die ich aus meiner eigenen Aktivenzeit kannte, seit der Wende aber
leider vermisste.
Die Ausgabe „Sportmuseum aktuell“ 2/2004 ist bestimmt durch die Fortsetzung
der Thematik von Heft 1 des Jahres 2004. Erstmalig erhalten wir mit dem Beitrag
von Martina Behrendt einen umfänglichen Einblick in die Sammlungen des Berliner
Sportmuseums und einen detaillierten in dessen erstklassiges Fotoarchiv.
Ergänzt wird das Thema Sammlungstätigkeit durch Artikel aus eigenem Hause: Wir
drucken u. a. den Erfahrungsbericht von Sabine Rotsch (und Wolfgang Metz) über
die Datenerfassung mit dem Programm GOS ab, schildern die Übernahme von
Objekten aus dem Leipziger Schwimmstadion in den Fundus des Museums, stellen die
Näherin von Repliken historischer Sportkleidung Inge Riedel vor und informieren
– wie in jedem Heft – über Neuerwerbungen im zurückliegenden Quartal.
Während
dieses Mitteilungsblatt in Druck geht, läuft die Europameisterschaft im
Fußball der Herren, deren Zielvorgaben durch den Vizeweltmeistertitel 2002 und
den Weltmeistertitel im Frauenfußball entscheidend geprägt sind. Der
Frauenfußball – in seinen Anfängen wegen des zu einem „männlichen Spiel“
unpassenden weiblichen Charmes und der nicht erwarteten Qualität spielerischer
Leistungen eher belächelt – hat heutzutage ein solches Niveau erreicht, dass
einige Männermannschaften einer weiblichen Verstärkung nicht mehr ablehnend
gegenüberstehen. Pionierarbeit für den Frauenfußball in Leipzig leistete
zweifellos Waltraud Horn. Sie gründete im Jahre 1968 in der BSG Chemie Leipzig
eine Frauenfußball„mannschaft“ – die erste in Leipzig überhaupt. Von
der Übergabe ihrer ersten Trainings- und Spielbekleidung – sie war bis 1975
aktiv und als Mittelfeldspielerin eingesetzt – an unser Museum berichtet der
Beitrag von Wolfgang Metz in diesem Heft.
Themenwechsel:
Am 24. April 2004 – anlässlich der diesjährigen „Museums-Nachtschicht“
– konnten die Leipziger „ihr“ Sportmuseum nach langer Zeit wieder einmal
in Aktion erleben: Trotz fehlender ständiger Ausstellung präsentierte sich die
Einrichtung mit einem bunten Programm rund um das Thema „Goldmedaillen auf der
Spur“ im Leipziger Goetz-Haus. Neben Führungen durch die Sonderschau „OlympART.
Diplome und Medaillen der Olympischen Spiele“ sowie Gesprächen zum Thema
olympische Ehrungen und olympisches Zeremoniell wurden auch „Goldige Gerichte“
aus der Küche des Goetz-Haus-Restaurants angeboten, und mehr als 100 Besucher
nutzten an diesem Abend die Einladung in die Lützner Straße 11, um Einblick in
die olympische Sammlung des Sportmuseums Leipzig und seines Fördervereins zu
nehmen. Anziehungspunkt der kleinen Exposition war unbestritten die
Albumschatulle des Dresdner Hoffotografen Albert Meyer mit Originalbildern von
den I. Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen, über deren Wert und
Ankauf wir die Leser unserer Vereinszeitschrift schon mehrfach informiert haben.
Darauf
hoffend, dass der olympische Schwung den Leipzigern und den Freunden und
Förderern von Sportmuseum und Förderverein nicht verloren geht, grüße ich
Sie herzlich –
Ihr
Dr.
Manfred Merkel
1.
Vorsitzender des Fördervereins Sächsisches Sportmuseum Leipzig e. V.
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