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ein baldiges
neues Domizil für das Leipziger
Sportmuseum baden. Nun werden wir nach neuen Wegen suchen müssen, um dem Museum
zu dem zu verhelfen, was es fürs Überleben und Funktionieren braucht: eigene
Ausstellungsräume.
Aber da wir gerade von „baden gehen“ gesprochen haben: Für unseren Verein
verbindet sich damit nicht nur das Scheitern einer großen Idee, sondern auch
deren Gelingen. Stolz können wir verkünden, dass der erste Band unserer
geplanten Schriftenreihe „Historische Sportstätten in Leipzig“ im Dezember
2004 abgeschlossen werden konnte und noch vor Weihnachten in den Verkauf kommen
wird. „Leipzig geht baden. Vom Pleißestrand zum Neuseenland“ heißt das
Buch, für das wir jahrelang recherchiert, dokumentiert und getextet haben und
das nun an die Öffentlichkeit gelangt. Mehr als 100 Bade- und Schwimmanlagen in
und um Leipzig finden sich in dieser Publikation wieder – ausführlich
beschrieben und reich bebildert. Ich bin mir sicher, wenn Sie unseren Beitrag
auf Seite ... gelesen haben, greifen Sie sofort zum Telefonhörer und bestellen
Ihr Exemplar beim Förderverein. Wobei ich natürlich damit rechne, dass jedes
Vereinsmitglied mehr als nur sein „Pflichtexemplar“ kauft ... Darüber
hinaus hoffe ich, dass viele interessierte Leipziger (und deren Gäste) auf
unser Buch aufmerksam werden und die Publikation über unseren Verein oder den
örtlichen Buchhandel erwerben. Immerhin steht Weihnachten vor der Tür ...
Abschließend möchte ich mich bei den vielen haupt- und ehrenamtlichen
Mitarbeitern, deren Tätigkeit das Erscheinen des Buches überhaupt erst
möglich machte, herzlich bedanken. In der letzten, „heißen“ Phase der
Manuskriptbearbeitung waren das in besonderem Maße die Vorstandsmitglieder
Wilfried Behlert, Ursula Gundlach und Wolfgang Metz. Aber auch die
Vereinsmitglieder Sabine Schmidt und Siegfried Heinrich haben uns sehr geholfen,
die wohl stressigste Phase der Buchfertigstellung ohne größere Plessuren zu
überstehen.
Im Oktober 2004 wurde das 1.
Symposium der Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und
Sportsammlungen e. V. in Leipzig durchgeführt. Die fast 50 Teilnehmer aus ganz
Deutschland diskutierten in der dreitägigen Veranstaltung über die
grundlegende Frage „Kulturgut des Sports in Gefahr?“ und verständigten sich
an Hand der gehaltenen Referate über „Aufgaben und Stellenwert von Museen,
Archiven und Sammlungen“. Das Fazit: Die gegenwärtige gesellschaftliche
Situation ist alles andere als „kulturfreundlich“. Auch das Kulturgut Sport
bleibt von Sparmaßnahmen nicht verschont, und das hat Konsequenzen für alle
Vereine und Institutionen, die sich seiner Bewahrung und Pflege verschrieben
haben. Dass dieser Entwicklung nur mit einer gezielten und offensiven
Öffentlichkeitsarbeit begegnet werden kann, darin war sich die Mehrzahl der
Symposiumsteilnehmer einig.
Öffentliches Auftreten gehört
für den Geschäftsführer unseres Vereins fast schon zu seinen täglichen
Arbeitsaufgaben. Anlässlich des 80-jährigen Bestehens des Welthockeyverbandes,
der vom 25. bis 27. November 2004 im Westin Hotel Leipzig seinen „Statutory
Congress“ veranstaltete, präsentierte sich der Förderverein Sächsisches
Sportmuseum Leipzig e. V. mit einer Mini-Ausstellung, die Werner Fritz
maßgeblich mit vorbereitet und vor Ort betreut hat. Und seit dem 29. November
2004 findet man den „schwäbischen Sachsen“ auch auf dem Leipziger
Weihnachtsmarkt, wo er gemeinsam mit zahlreichen Helfern aus Museum und Verein
am Verkaufsstand der Hieronymus-Lotter-Gesellschaft, dem Förderverein des
Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, Glühwein für einen guten Zweck
verkauft: die durch die Herausgabe des Buches „Leipzig geht baden“ arg
geschröpfte Vereinskasse wieder aufzubessern. Allen Mitwirkenden an dieser
Vorweihnachtsaktion sage ich auf diesem Wege Dankeschön.
Noch ein Wort zu den Finanzen
unseres Vereins: Es ist in der Tat ein bedenklicher Zustand eingetreten: Die
Buchpublikation hat ein riesiges Loch in unsere Vereinskasse gerissen, das auf
absehbare Zeit nicht gestopft werden kann. Wir werden in Zukunft auf viele
bisher selbstverständliche Ausgaben verzichten müssen. Auch das
Mitteilungsblatt „Sportmuseum aktuell“ steht auf dem Prüfstand, und viele
Zeichen deuten darauf hin, dass Heft 3/4 2004 vorläufig die letzte Ausgabe der
Museums- und Vereinszeitschrift sein wird. Das ist in vielerlei Hinsicht
bedauerlich, nicht nur für die Öffentlichkeitsarbeit des Museums und seines
Vereins, sondern auch für alle Partner, mit denen wir Zeitschriftenausgaben des
Jahres 2005 inhaltlich vorbereiten wollten. So hatten wir geplant, dem SC DHfK
Leipzig e. V., der im September 2004 sein 50-jähriges Gründungsjubiläum
beging und der derzeit an seiner Festschrift arbeitet, in einem der kommenden
Hefte Gelegenheit zu geben, über den „wahrscheinlich erfolgreichsten
Sportverein der Welt“ und seinen Entwicklungsweg zu berichten. Umso mehr
freuen wir uns, unseren Lesern heute den von unserem Vereinsmitglied Wolfgang
Schoppe verfassten Beitrag zum 120-jährigen Jubiläum des Bundes Deutscher
Radfahrer, das ja untrennbar mit 120 Jahren Radsport in Leipzig verbunden ist,
präsentieren zu können.
So, nun bleibt mir nur noch, mich
bei allen Vereinsmitgliedern und Sponsoren zu bedanken, die uns 2004 hilfreich
zur Seite gestanden und zur guten Jahresbilanz beigetragen haben. Darüber
hinaus möchte ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, für die
bevorstehenden Feiertage alles Gute wünschen. Kommen Sie gut ins neue Jahr,
bleiben Sie gesund und schaffensfroh und freuen Sie sich wie ich auf unsere
weitere Zusammenarbeit im Interesse von Museum und Verein.
Ihr Dr. Manfred Merkel
1. Vorsitzender des Fördervereins Sächsisches Sportmuseum Leipzig e.V.
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