Editorial
Olympische Impulse für Museums- und Vereinsarbeit
Vom Fachblatt zur Fachzeitschrift
Ist das Leipziger Sportmuseum olympiareif?
Auf den Spuren des Leipziger Sports
Förderverein wurde Gründungsmitglied der DAGS
Von einem, der Hindernisse umschiffen kann
Keine (Olympia-)Feier ohne Meyer

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Liebe Vereinsmitglieder,
sehr geehrte Freunde
unseres Sportmuseums,
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in Abwandlung der Bundeskanzlerworte in Verbindung mit der Wahl der deutschen Bewerberstadt für die Olympischen Spiele 2012 „Das Ergebnis heißt ... Leipzig!“ könnte ich in Auswertung der Wahlversammlung und der folgenden Leitungssitzung ergänzen: „Der neue 1. Vorsitzende heißt Manfred Merkel“, denn beides kam für mich ungeplant und unerwartet. Seit der Gründungsversammlung im Jahre 1991 habe ich mich stets mit den Aufgaben des Sportmuseums und deren Umsetzung verbunden gefühlt sowie als Leitungsmitglied diesen Prozess aktiv zu unterstützen versucht. Meine anfängliche Bereitschaft, „nur“ die Funktion des 2. Vorsitzenden übernehmen zu wollen, war keine Scheu vor der Verantwortung, sondern die Sorge, meine 
umfänglichen Dienstaufgaben als Dezernent für Studienangelegenheiten mit denen des Vereins- vorsitzenden nicht in erforderlichem Maße in Einklang bringen zu können. Und ich glaubte, dass sich möglicherweise ein besserer Kandidat findet .

Nun habe ich das Amt doch übernommen, und da ich arbeitsbedingt während der Jahresvoll­versammlung im Urlaub war, möchte ich mich an dieser Stelle, auch im Namen der anderen gewählten Vorstandsmitglieder, für das in mich und uns gesetzte Vertrauen bedanken. Unser gemeinsames Ziel wird es sein, die anerkannte und erfolgreiche Arbeit des Fördervereins fortzusetzen sowie nach neuen Wegen für Problemlösungen und neuen Aktivitäten für deren Realisierung zu suchen. Dabei möchte ich stärker als bisher die Mitglieder unseres Vereins einbeziehen. Die auf der Wahlversammlung zum Ausdruck gebrachte Bereitschaft, sich für die Bewältigung der dringendsten Aufgaben engagieren zu wollen, hat schon „erste Früchte getragen“: Sechs Vereinsmitglieder und ein Freund von Museum und Verein haben sich an die Fertigstellung des ersten Bandes der geplanten Schriftenreihe „Historische Sportstätten in Leipzig“ gemacht, indem sie sich in die Methodik des Faktenkasten-Erstellens einweisen ließen und als „Datenerfasser“ tätig wurden. Damit ist die Herausgabe des Bandes „Bäder und Badeanlagen“ wieder in Sichtweite gerückt: Im ersten Halbjahr 2004 wollen wir das Groß­projekt publizieren. Über weitere erfolgreiche Einsätze einzelner Vereinsmitglieder bzw. des Fördervereins als Institution gibt die vorliegende Ausgabe unseres Mitteilungsblattes detailliert Auskunft

Der 12. April 2003, an dem Leipzig zur deutschen Olympiastadt gekürt wurde, wird nicht nur für die, die die Stadt mit einer rational überzeugenden und emotional bewegenden Bewerbung ins nationale Rampenlicht gerückt haben, sondern auch für das Sportmuseum und den Förderverein Sächsisches Sportmuseum Leipzig e. V. ein denkwürdiger Tag bleiben. Die große Begeisterung über die positive Entscheidung hat wohl fast jeden von uns erfasst. Wir wissen, dass bis zur endgültigen Nominierung 2005 – über das Erreichen des Status „Candidate City“ 2004 – noch sehr viel zu tun ist, und wir reihen uns ein in die Schar derer, die einen eigenständigen Beitrag dafür leisten wollen. So hat das Sportmuseum Leipzig in Zusammenarbeit mit dem Förderverein und dem Verein Goetz-Haus Leipzig e. V. ein Konzept erarbeitet, das die mehr als 500-jährige Sportgeschichte Leipzigs im Stadtbild sicht- und erlebbar machen soll. Aufsteller, Tafeln oder andere Informationsträger an sporthistorisch bedeutenden Plätzen und Gebäuden sollen eine „Sporthistorische Stadtroute“ entstehen lassen und Auskunft geben über die jahrhundertelange Sporttradition Leipzigs. Der Beitrag der Praktikantin Ulrike Gierth in diesem Heft lässt Sie als Leser teilhaben am Werdegang dieses Projektes.

Überhaupt bietet die vorliegende Ausgabe wieder jede Menge interessante Lektüre, sei(en) es das Gespräch, das Vorstandsmitglieder mit dem Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, Dr. Volker Rodekamp, führten, die von Museumsleiterin Dr. Gerlinde geschilderten Eindrücke von der Gründung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sport­archiven und Sportsammlungen e. V., deren Mitglied unser Förderverein am 24. Mai 2003 wurde, oder die von Volker Kluge zu Papier gebrachte spannende Geschichte des Olympia­fotografen von 1896 Albert Meyer, dessen Albumschatulle von den ersten Olympi­schen Spielen der Neuzeit unser Förderverein mit Sponsorenhilfe angekauft hat. Ich wünsche Ihnen viel Freude am und mit dem Heft.

Ihr

Dr. Manfred Merkel
1. Vorsitzender des Fördervereins Sächsisches Sportmuseum Leipzig e. V.

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