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Wer schaffen will, muss fröhlich sein ... Gelungene
Vereins-Geburtstagsfeier gibt Kraft für neue Aufgaben |
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Viele
waren am 10. November gekommen, obwohl Termin und Veranstaltungsort einmal
verschoben worden waren und der Winter gerade einen Tag zuvor in den
Leipziger Gefilden Einzug gehalten hatte. Ein wenig frostig war es zwar
auch im Veranstaltungsraum, aber schon bald, nachdem die 59 Besucher –
darunter 35 Vereinsmitglieder – sich im Saal des Leipziger Schützenhofes
versammelt und erste Gespräche mit diesem oder jenem geführt hatten,
konnte von unterkühlter Atmosphäre keine Rede mehr sein. Die erste
Zusammenkunft des Fördervereins Sächsisches Sportmuseum Leipzig e. V.
„außer der Reihe“ nahm ihren Lauf ... Keine
Feierstunde ohne Festredner und kein Jubiläum ohne Ehrungen: Wolfgang
Schoppe, der zehn Jahre lang als 1. Vorsitzender die Geschicke des Vereins
gelenkt hatte, ließ es sich nicht nehmen, zum 10. Geburtstag „seines“
Vereins an die Situation zu erinnern, die vor einem Jahrzehnt zum
Zusammenschluss der am Erhalt des Leipziger Sportmuseums Interessierten
geführt hatte. Und er ließ die schweren Anfangswochen und -monate Revue
passieren, reflektierte die Entwicklung, die der Verein seitdem genommen
hat, und konnte schließlich resümieren: Wir sind unserem Ziel, dem
Sportmuseum in Leipzig ein neues Zuhause mit eigenen Ausstellungs- räumen
zu geben, ein ganzes Stück näher gerückt. |
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![]() (hintere Reihe v.l.n.r.): Dr. Werner Beuschel, Wilfried Behlert, Prof. Dr. Dr. Joachim Weiskopf, Jörg Weissig, Wolfgang Schoppe, Thomas Mädler als Vertreter des Stadtsportbundes Leipzig e.V., Manfred Roll (leider verdeckt), Ingolf Munzert, Wolfgang Metz; (vordere Reihe, v.l.n.r.): Dr. Klaus Liebold, Karin Stöbe, Prof. Dr. Harold Tünnemann, Dr. Petra Tzschoppe, Dr. Gerlinde Rohr, Dagmar Hille (in Vertretung ihres Ehemannes Rainer Hille), Rita Gräf als Vertreterin des SV Lindenau 1848 e.V., und Dr. Hans-Jörg Kirste |
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Das konnte auch die neue Vereinsvorsitzende,
Dr. Petra Tzschoppe, bestätigen, und sie dankte all denen, die in zahlreichen ehrenamtlichen Einsätzen dafür gesorgt haben, dass Museum und Verein aus der Leipziger und sächsischen Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken sind. Als die Gründungsmitglieder mit Urkunden und Blumen ausgezeichnet wurden, staunte so mancher im Saal, wie viele und letztlich auch welche der anwesen- den Vereinsmitglieder das „Kind“ mit aus der Taufe gehoben hatten. Und soll das wirklich schon zehn Jahre her sein? |
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![]() Dr. Petra Tzschoppe, 1.Vorsitzende des Förderverein Sächsisches Sportmuseum Leipzig e.V. "moderierte" die Jubiläumsveranstaltung und würdigte die "Aktiven der ersten Stunde" |
![]() Das schönste Geburtstagsgeschenk machte der Stadtsportbund Leipzig e.V. dem Förderverein: Thomas Mädler übberreicht der Museumsleiterin Dr. Gerlinde Rohr das Originalplakat vom 12. Deutschen Turnfest 1913 |
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Einer
derjenigen, die von Anbeginn an dabei waren, meldete sich daraufhin zu
Wort: Thomas Mädler, Präsident des Stadtsportbundes Leipzig e. V. und Gründungsmitglied
des Museums-Fördervereins. Er kam auf die bewährte Zusammenarbeit der
beiden Interessengruppen zu sprechen und sicherte dem Förderverein Säch-
sisches
Sportmuseum Leipzig e. V. auch künftig die volle Unterstützung des
Stadtsportbundes zu. Und ließ den Worten auch gleich Taten folgen: Er übergab
dem Museum ein Original des offiziellen Plakates vom 12. Deutschen
Turnfest 1913 in Leipzig, das in den Archiven der Einrichtung gefehlt
hatte und nun den Fundus um ein wertvolles Stück Turnfestgeschichte
bereichert. Dr.
Gerlinde Rohr, die Leiterin des Sportmuseums Leipzig, gestattete sich,
bevor sie auf die Zukunftsaufgaben der Einrichtung zu sprechen kam,
ebenfalls einen Rückblick auf das Geschehene und erinnerte an all die
Personen und Projekte, die mittlerweile in die Vereinsgeschichte
eingegangen sind. Und da kam schon eine ganze Liste zusammen ... Dass sich
weder Museum noch Verein auf dem Erreichten ausruhen, sondern sich mit
ganzer Kraft den Herausforderungen der Gegenwart stellen, wurde im zweiten
Teil ihrer Rede deutlich. Dort umriss sie die Aufgaben der nächsten
Monate und Jahre, die da heißen: Kampf um ein neues Domizil mit Möglichkeiten
zur Einrichtung einer Dauerausstellung, Vervollkommnung des
Museums-Entwicklungskonzep- tes und Gestaltung einer Sonderausstellung anlässlich
des Deutschen Turnfestes 2002 in Leipzig, die durch ihren Anspruch überzeugt
und die Besucher ahnen lässt, welchen kulturellen Beitrag ein
„richtiges“ Sport- museum in Leipzig leisten könnte. Für das Erreichen dieser Ziele wünschte Dr. Volker Rodekamp, der Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, den Museumsmitarbeitern und Vereinsmitgliedern alles Gute. Und er sicherte ihnen die Unterstützung seiner Einrichtung zu, in deren Verbund das Leipziger Sportmuseum einen nicht unbedeuten- den Platz einnimmt. |
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![]() Auch das (Ent-)Fädeln will gelernt sein: Während Prof. Dr. Günther Wonneberger und seine Ehefrau Ingeborg (v.r.) sich erfolgreich aus der Halsschlinge befreien konnten, hat Prof. Dr. Günter Witt (l.) noch an der Aufgabe zu "kauen".... |
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Die
Teilnehmer an der Veranstaltung hatten sich während des offiziellen Teils
mit Kaffee und Kuchen stärken können und waren nun – zu leicht
fortgeschrittener Stunde – bereit zu neuen Unternehmungen. Die kamen in
Gestalt von Silke Eskandari, der pädagogischen Mitarbeiterin des
Leipziger Sportmuseums, die die Anwesenden mit bunten Fadenringen,
aufmunternden Worten und beispielgebendem Agieren in die Welt der
Fadenspiele einführte. Ob es nun darum ging, einen „Floh zu
dressieren“, einen „Schmetterling einzufangen“, „Ufos“,
„Tassen“, „Segelboote“, „Eiffeltürme“, „Kleiderbügel“
und „Wurstzipfel“ nachzubauen oder sich aus der „Handgelenkfessel“
bzw. der „Halsschlinge“ zu befreien – mit Begeisterung,
Entdeckerfreude und Ehrgeiz folgten die Veranstaltungsteilnehmer der
charmanten und couragierten „Vorfädlerin“ auf den im wahrsten Sinne
des Wortes verschlungenen Faden-Pfaden. So gefährlich mitunter eine
Situation auch aussah, zum Schluss konnte noch jeder die selbst
inszenierte Verstrickung wieder lösen und nahm dankbar eine neue Spiel-
und Beschäftigungsanregung mit nach Hause. Wen
das Fädeln auf den Geschmack gebracht, sprich: ermuntert hatte,
„richtig“ sportlich tätig zu werden, konnte sich im Luftkegelturnier
beim Wettkampf „In die Vollen“ mit anderen messen. Hans-Jürgen Jantz
und seine Lebensgefährtin hatten alle Hände voll zu tun, um den
Kegleransturm zu bewältigen. Dass die ersten drei Plätze dann aber
ausschließlich an weibliche Turnierteilnehmer gingen (Dr. Ingeburg
Zeidler, Silke Klose, Karin Grüneberger), ließ manchen doch aufhorchen:
Beim Luftkegeln ist halt mehr die Geschicklichkeit als die Kraft gefragt,
meine Herren! Auch
die Sammler unter den Anwesenden kamen an diesem Nachmittag auf ihre
Kosten. Die Vereinsmitglieder Wilfried Behlert, Rainer Hille – der persönlich
zur Veranstaltung nicht erscheinen konnte, dafür aber seine Ehefrau
„delegiert“ hatte – und Jörg Weissig präsentierten Teile ihrer
Postkarten-, Anstecknadel- und Fotosammlung und ernteten von den
neugierigen Betrachtern so manches anerkennende Wort. Und die Reaktionen
zeigten: Solch ein Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten sollte und könnte
des Öfteren stattfinden. Einen noch größeren Ansturm als die Sport- und Schauangebote erlebten die Losverkäufer: Fast jeder wollte sein Glück versuchen und sich mit dem richtigen Griff in den Lostopf einen der 150 Preise der Tombola sichern. Dass diese großartige Tombola zustande kommen konnte, hatten die Vereinsmitglieder einer Vielzahl von Spendern zu verdanken, die mit kleinen und großen Gaben zum Ausdruck brachten: Euer Jubiläum ist uns etwas wert! Ob es sich nun um eine wertvolle Grafik von Erika Zuchold oder ein Quartettspiel „Johann Sebastian Bach“, um die vierbändige Edition „Olympia 1896-1972“ oder eine Radwanderkarte durch Leipzig, um eine Wochenendfahrt mit einem Peugeot der eigenen Wahl oder eine Flasche Rotwein, um einen Radiorecorder oder ein Würfelspiel, eine hochwertige Kaffeemaschine oder eine Schlüsseltasche handelte – jeder Preis fand dankbare Abnehmer. Dass die Erlöse der Tombola die Feier finanziell stützten bzw. überhaupt erst möglich machten, sei hier nur vollständigkeitshalber erwähnt. |
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Wir
danken .. |
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Landessportbund
Sachsen e. V. Stadtsportbund
Leipzig e. V. Blickpunkt
Buch e. V. Leipzig Olympiastützpunkt
Leipzig e. V. SC
DHfK Leipzig e. V. PROLeipzig
e. V. Organisationskomitee
Turnfest Leipzig 2002 Stadtgeschichtliches
Museum Leipzig Quelle-Technik-Center, Peugeot
Autohaus Walter Hagen, Leipziger
Brauhaus zu Reudnitz GmbH Reuschel’s
Weineck, Buchhandlung
Hugendubel, Schnäppchenmarkt, |
Alpin
Bau- und Service GmbH, Galeria-Quadriga
GmbH, Bild und Rahmen Stil
und Blüte, Dana Tangermann, Spielkartenfabrik
Altenburg, Erika
Zuchold, Malerin und Grafikerin, Leipzig Wolfgang
Schoppe, Leipzig Ursula
Gundlach, Leipzig Werner
Fritz, Leipzig Wilfried
Behlert, Leipzig Dr.
Karl-Heinz Krämer, Leipzig Annett
Schimmel, Wurzen Dr.
Ingeburg Zeidler, Leipzig Dr.
Gerlinde Rohr, Leipzig |
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Weiteren
Sponsoren, die finanziell und materiell zum Gelingen unseres Vereinsfestes
beigetragen haben, jedoch nicht namentlich genannt werden möchten, gilt
ebenfalls unser Dank. |
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Die
Idee zu einer „10-Jahres-Feier“ stammte vom Geschäftsführer des
Vereins, Werner Fritz, der – nach erfolgter Zustimmung durch den
Vorstand – auch den Großteil der Vorbereitungen auf seine Schultern
lud. Unterstützt wurde er, vor allem bei der Organisation der Tombola und
bei den notwendigen Transporten zum Veranstaltungsort sowie der
zweckgebundenen Ausgestaltung des Raumes, durch die Vereinsmitglieder
Wilfried Behlert, Ursula Gundlach, Dr. Gerlinde Rohr und Karin Stöbe.
Ganz bewusst war die Entscheidung für die Ausrichtung einer
vereinsinternen Veranstaltung getroffen worden. Ohne die langjährigen
Partner aus Politik, Wirtschaft und Medien gering zu schätzen, sollte
doch – zum ersten Mal – das zwanglose Beisammensein der
Vereinsmitglieder im Mittelpunkt stehen. So lag es nahe, dem Charakter
einer „Familienfeier“ entsprechend auch die jeweiligen Lebenspartner
mit einzuladen, was auf ein vielfaches Echo stieß. Die durchweg positiven
Äußerungen der Gäste über „die großartige Idee, zu einer solchen
Feier einzuladen“, waren der verdiente Lohn für alle Organisatoren.
Auch dass etliche Vereinsmitglieder die Anreise aus Berlin, Dresden,
Zwickau und anderen Orten nicht gescheut und einige trotz
gesellschaftlicher (Dr. Frigga Dickwach) bzw. privater Verpflichtungen
(Dr. Manfred Merkel, dessen Sohn gerade an diesem 10. November 2001
heiratete) die Zeit gefunden hatten, kurz vorbeizuschauen und „ihren“
Geburtstag mit zu feiern, werten sie als Zeichen für die Verbundenheit
mit Museum und Verein. Bleibt zu hoffen, dass die Impulse, die von diesem
Jubiläumstreffen ausgingen und noch weiter ausgehen, das Vereinsleben
positiv beeinflussen werden, ganz im Sinne von: „Wer vereint arbeitet,
soll auch vereint feiern!“ |
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