Editorial
"Olympiateilnehmer erzählen" Eine neue Veranstaltungsreihe
Zur Diskussion: Museumspädagogik - Fortschreibung des Museumskonzeptes
"Was machen Sie eigentlich den ganzen Tag ?"
"Komm, spiel mit mir!" Sind die Konzepte von GutsMuths und Fröbel heute noch aktuell?
Spieleheft "Komm, spiel mit mir!  Alte - Spiele wiederentdeckt" ausverkauft - wer hilft bei Neuauflage?
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Liebe Vereinsmitglieder,
sehr geehrte Freunde unseres Sportmuseums,


das Jahr 2003 neigt sich dem Ende entgegen, und für mich als neuem Vorsitzenden wird es Zeit für eine erste Bilanz. Der fast durchgängige Wechsel in der Leitung des Vorstandes unseres Fördervereins wurde Dank der Einsatzbereitschaft aller gewählten Leitungsmitglieder gut bewältigt. In den zurückliegenden Monaten wurde auf Bewährtem aufgebaut, und es gelang stärker als bisher, Mitglieder des Fördervereins erfolgreich in die Arbeit einzube­ziehen. Deren Anteil wird im vorliegenden Heft detailliert dargelegt. Darüber hinaus ist es mir ein Bedürfnis, die folgenden Aktivitäten besonders hervorzuheben:

Ursula Gundlach, die am 1. November 2003 ihren 50. Geburtstag feierte, hat seit nunmehr sieben Jahren für unsere Vereinszeitschrift „den Hut auf“. Sie hat zwar im Heft 3/2003 die Entwicklung „Vom Mitteilungsblatt zur Fachzeitschrift“ dargelegt, aber in aller Beschei­denheit ihren großen Anteil als Chefredakteurin für das Gelingen jeder Ausgabe unerwähnt gelassen. Ihrem Wissen und Engagement sowie den an ihre Belastungsgrenze gehenden „Klimmzügen“ vor dem jeweiligen Redaktionsschluss verdanken wir das regelmäßige Erscheinen unserer inhaltlich anspruchsvollen Zeitschrift. Die besten Wünsche von allen Vereinsmitgliedern zu ihrem runden Geburtstag haben wir deshalb mit einer Sonderausgabe „Sportmuseum ganz schnell“ als kleines Dankeschön ergänzt.

Ebenso engagiert sich Werner Fritz als Geschäftsführer des Vereins in vielfältiger Art und Weise. Der „Mann für alle Fälle“ (siehe Beitrag im Heft) ist wöchentlich an zwei Tagen in der Geschäftsstelle unseres Fördervereins im Sportmuseum anzutreffen. Neben vielen anfallenden Aufgaben, denen er sich widmet, bereitet er die Leitungssitzungen vor, nimmt an diesen regelmäßig teil und setzt getroffene Festlegungen mit um. Für mich als Vorsitzender ist Werner Fritz, der alle Aufgaben ehrenamtlich übernimmt, eine nicht wegzudenkende Hilfe. Herzlichen Dank dafür!

Und noch ein „Helfer in der Not“ muss genannt werden: Sabine Schmidt. Seit sie im Februar/März dieses Jahres ein Praktikum im Sportmuseum Leipzig absolviert hat, „kommt“ sie von der Einrichtung „nicht mehr los“: Trotz erfolgreich abgeschlossenen Studiums noch ohne Arbeit, unterstützt sie fast täglich die Museumsmitarbeiter eherenamtlich bei allen Tätigkeiten, die im Arbeitsalltag zu bewältigen sind. Mit besonderem Engagement widmet sie sich der Sammlungsbearbeitung und -erfassung – dank ihres Einsatzes ist der „Berg“ zu inventarisierender Musealien schon ein wenig kleiner geworden. Der Vorstand sagt im Namen aller Mitarbeiter, Freunde und Förderer der Einrichtung herzlich Dankeschön – wohl wissend, dass Sabine Schmidts Leistungen weit mehr Anerkennung verdienen, als uns das an dieser Stelle möglich ist.

Sicher ist uns allen die Entscheidung vom 12. April 2003, die Leipzig zur deutschen Bewerberstadt für die Olympischen Spiele 2012 kürte, noch gegenwärtig. Mit ihr waren und sind auch berechtigte Hoffnungen auf ein neues Domizil für das Leipziger Sportmuseum verbunden. Leider sind zwischenzeitlich die Pläne für ein neu zu schaffendes Begegnungs- und Ausstellungsgebäude auf dem Gelände des bisherigen Schwimmstadions aus Kosten­gründen „auf die Warteliste“ gesetzt worden. Nun drücken wir die Daumen, dass sich der neue Olympiabeauftragte der Stadt Leipzig, Dr. Engelbert Lütke Daldrup, doch noch für die Realisierung des angedachten Projektes – das ja laut Ausschreibung durch das Sportmuseum Leipzig nachgenutzt werden soll – einsetzt. Wie die konkrete Entscheidung auch ausgehen wird, der Förderverein wird gemeinsam mit dem Museum die Leipziger Bewerbung weiter unterstützen. Die bisherigen Leistungen, beispielsweise die Aufwertung der Geschäftsräume der Olympia GmbH und des Olympia-Shops durch das Zur-Verfügung-Stellen repräsentativer Sammlungsstücke, sollen – nach Vorliegen der entsprechenden Genehmigung – durch den Aufbau einer „Sportmeile“ zur 500-jährigen Sportgeschichte Leipzigs eine würdige Fort­setzung finden. Auch die gemeinsam mit dem Verein Goetz-Haus Leipzig e. V. veranstaltete Gesprächsreihe „Olympiateilnehmer erzählen ...“ – auch hierüber wird im Heft ausführlich berichtet – ist ein wertvoller Beitrag zur Einstimmung der Bevölkerung auf das Weltereignis Olympische Spiele 2012 in Leipzig.

Zum Abschluss bleibt mir nur noch, allen Mitgliedern des Fördervereins, den Museums­mitarbeitern sowie allen Freunden von Einrichtung und Verein für die geleistete Arbeit und/oder die gegebene Unterstützung herzlich zu danken. Ich wünsche allen ein friedliches Weihnachtsfest und für das kommende Jahr beste Gesundheit, viel Erfolg im persönlichen und beruflichen Leben sowie darüber hinaus alles Gute. Der Stadt Leipzig und ihren Bürgern wünsche ich für 2004 den Zuschlag als „Candidate City“ der Olympischen Spiele 2012. Damit die Sportstadt Leipzig ihrem großen Ziel ein Stückchen näher kommt ...

In diesem Sinne verbleibe ich mit den besten Grüßen

Dr. Manfred Merkel

1. Vorsitzender des Fördervereins Sächsisches Sportmuseum Leipzig e. V.

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