Ausstellung  Deutsche Turnfeste  1860 - 2002
15. 05.  - 29. 09. 2002   Altes Rathaus   Geöffnet  Die - So, Feiertage von 10 - 18 Uhr
    Komplex 3:  Pflicht und Kür
    Bei Deutschen Turnfesten wird natürlich geturnt. Die Kräfte werden aber nicht nur an den bekannten Geräten und in der Gymnastik gemessen. Die Aktiven treten auch und vorrangig 
bei Mehrkämpfen aus Disziplinen mehrerer Sportarten sowie bei Wettbewerben in der Leicht- athletik und im Schwimmen, bei Turnspielen, beim Wandern und vielem anderen mehr an.
   
    Darüber hinaus ist bis heute die schauwirksame Darbietung sowohl des turnerischen Alltags als auch des besonderen Könnens der Akteure ein Hauptanliegen der Turnfeste. Vor einer großen Öffentlichkeit soll in eigener Sache geworben und zugleich das Zusammengehörigkeitsgefühl der Turner in den Vereinen und Verbänden betont und gepflegt werden. Turn-Shows mit Spezialeffekten gehören zum Muss des Ereignisses.
        
        
   
   
   
   
   
   
    Im Sport- und Schauprogramm der Turnfeste spiegeln sich sowohl Stand als auch Trends 
der Turnentwicklung in der jeweiligen Zeit wider. Deshalb weist dieser Festbereich auch die spürbarsten Veränderungen auf:
   
   
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Der Umfang der Turn- und Sportprogramme 
ist enorm angewachsen. Anfangs gab es gemeinsame Freiübungen, zudem Riegen- 
und Kürturnen der Vereine und nur wenige Wettbewerbe. 2002 haben die Teilnehmer 
und Gäste die Qual der Wahl zwischen neun sportlichen Show-Veranstaltungen und weit 
über 20 Wettkampfprogrammen mit einer Vielzahl von Teilwettbewerben für Männer, Frauen, Jugendliche und Senioren, einzelne Sportler oder Mannschaften.
   
   
   
   
   
    Das Verhältnis von Schaudarbietungen und Wettkämpfen verändert sich seit der ersten Turnfestordnung 1879 kontinuierlich zugunsten der Wettbewerbe. Deren sportlicher Charakter unterliegt ebenfalls starken Wandlungen. Das Wettturnen besteht bei den ersten nationalen Turnfesten nur aus leichtathletischen Disziplinen, Ringen und Turnspielen. Gerätturnen gehört erst seit 1880 zum Wettkampfprogramm. Bis heute sind diese “gemischten Mehrkämpfe” – zum Beispiel mit Leichtathletik, Schwimmen, Fechten und Schießen verbunden – typisch für Turnfest-Wettkämpfe. Aber auch Trends wird inzwischen Rechnung getragen. Rope-Skipping, Modern Jazz Dance oder Beachvolleyball bestimmen neben den traditionellen, über 100 Jahre alten Wettkampfdisziplinen das Gesicht des sportlichen Turnfestprogramms.
   
   
   
   
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Als eine der vielfältigsten, teilnehmerstärksten und traditions- reichsten Sportveranstaltungen der Welt bietet ein Deutsches Turnfest nur eines nicht: die Orientierung auf sportliche Rekorde.

Korfballspiel beim Deutschen
Turnfest Essen 1963
Sportmuseum Berlin
Bildarchiv Heinrich von der Becke

25 originale Turn-, Sport- und Spielgeräte, darunter die Klassiker Barren, Reck und Pferd aus der Zeit von 1880 bis 1900 veranschaulichen die Vielfalt der in das Turnfest- programm integrierten Wettbewerbe.

Bei keiner anderen sportlichen Großveranstaltung werden so viele Sieger gekürt wie bei Deutschen Turnfesten. Das belegen 26 Siegerurkunden von fast allen nationalen Festen seit 1872, Siegerkränze, Pokale und Medaillen.

   
   
   
   
   
   
   
   

Regie-Karte für den
Übungsverband
Osttribüne 1977

Medaillen für Turnfest-
sieger beim III. Deutschen
Turn- und Sportfest 1959

"Rondo"
Vorführgerät der Frauen bei
der Abschlussveranstaltung
zum Deutschen Turnfest
Dortmund/Bochum 1990

Tuchkammerscheibe,
Vorführgerät des
Übungsverbandes Mädchen
beim VIII. Turn- und Sportfest
der DDR, Leipzig 1987
   
   
   
   
   
    Rund 50, z. T. eigens für die Turn- und Sportschauen entwickelte Geräte und Zubehörteile sowie erstmals gezeigte Objekte zum Thema Osttribüne stehen für die sportlichen Massen- darbietungen und Inszenierungen.
   
   

Sportschau mit Osttribünenbild
beim VI. Turn- und Sportfest der DDR
Leipzig 1977

Sportschauauftritt des Übungsverbandes Frauen
beim VII. Turn- und Sportfest der DDR
Leipzig 1983
   
   
   
   
   
   
     
   
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